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leon - der Wichsa

Wichsen für Anfänger

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Wichs langsam 2

677   2 Jahre her
Warum masturbiert mein Freund lieber als Sex mit mir zu haben? 1/3

Hallo! 

Nach langem lesen und informieren wollte ich auch mal meine Erfahrungen teilen und vielleicht den ein oder anderen Ratschlag einholen. 

Dass mein Freund ein Problem hat kam erst letztes Wochenende wirklich zum Vorschein und seitdem durchlebe ich viele verschiedene Gefühle.

Er ist 32 und ich 28 Jahre alt und zusammen sind wir seit knapp über einem Jahr. Zusammen leben seit ca. 6 Monaten. 

Anfangs hatten wir eine Fernbeziehung geführt ehe ich zu ihm gezogen bin.

Kennengelernt hatten wir uns über erotische Rollenspiele via Internet (jeder denkt sich einen fiktiven Charakter aus und dann wird die sexuelle Interaktion miteinander beschrieben. Als man sich auch persönlich besser verstanden hatte gingen wir auch zum Telefon Sex über, allerdings haben wir nie Bilder von uns ausgetauscht. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon bis über beide Ohren in ihn verknallt und wir hatten täglich mehrere Stunden Kontakt mit diesen Aktivitäten, aber auch normalen Unterhaltungen, Gaming, etc. 

Nach ein paar Monaten hat er mich dann besucht und es hat sofort gefunkt. Seitdem sind wir zusammen und anfangs hatte ich mir nur wenig Gedanken über seine doch teils bemerkbare ED gemacht, aber er hatte lange vor mir keine Freundin mehr und das hatte auch er als Grund genannt.

629   2 Jahre her
Warum masturbiert mein Freund lieber als Sex mit mir zu haben? 3/3

´Er hatte letzte Woche ein Bewerbungsgespräch und um das zu feiern wollte ich ihn was gutes tun und hatte ihm davon erzählt am nächsten Abend mich um ihn zu kümmern, romantischer Abend mit allem drum und dran, damit wir nach den ganzen heftigen Streits und beinahe beziehungsabbruch auch mal wieder schöne Zeit zu zweit verbringen können. An diesem Tag war ich bei einem Termin und komme nach Hause - keine Lust von ihm aus. Er streitet ab sich einen Porno angesehen zu haben und ich konnte ihm einfach nicht glauben. 

Ich bin komplett ausgerastet und habe mich verletzt gefühlt schon wieder abgewiesen zu werden und kam mir auch so dumm dabei vor mich riesig auf diesen Abend zu freuen - hin oder her ob er Pornos konsumiert hatte oder nicht. 

Am Tag darauf hatte ich wohl die richtigen Fragen gestellt und er hatte mal aktiv reflektiert warum es nicht läuft. Auf die Frage ob ich jemals sexuell für ihn anziehend war, konnte er zwar mit ja antworten, doch die Folgefrage wann das war, wurde mit „bevor wir uns in RL kannten und nur telefonsex hatten“ beantwortet. Gleich dann sagte er auch dass er ein ernsthaftes Problem und komplett unrealistische und unfaire Vorstellungen von Frauen hätte. 

Ich war einerseits so tief verletzt und stellte all unsere sexuellen Erlebnisse automatisch in Frage. Ich habe mich geschämt ihm so offen meine Lust zu schenken und dann im Nachhinein von ihm zu erfahren dass er oft nur mitgemacht hätte um mich nicht zu verletzen. Er hat nur wenig Spaß an unserem Sex weil sich sein kopfkino und seine Fantasien so viel besser anfühlen als der reale Sex. Das ist auch der Grund warum er von sich aus nicht ankommt, gepaart mit der puren Faulheit. Das hat er auch offen zugegeben. 

Er sagt er wäre nicht süchtig nach Pornos was ich ihm auch glaube, aber sein sexuelles Interesse besteht momentan nur daran und an diesen Rollenspielen. Gerade bei den Pornos gab er den Grund an, dass es einfach so schnell und unkompliziert beim zocken nebenbei geht. Für Sex müsste er sich Zeit nehmen.

Hab ihm auch schon gesagt dass mir ein 5 Minuten quickie reicht, dass er meine Bedürfnisse dabei nicht erfüllen muss, dass ich Pornos mit ihm zusammen sehen, Spielzeuge in unser sexleven einbauen - alles würde ich mit ihm machen, aber er hat kein Interesse daran.

Derzeit sind wir verblieben die Pornos als auch die gemeinsamen Rollenspiele zu streichen und Sex nur zur haben wenn er von sich aus auf die Idee kommt. Wir wollen auch einmal die Woche darüber reden, aber sonst soll es kein Thema sein da er dann recht schnell auf Abwehr geht und die Gespräche ihm unangenehm werden. 

Also zockt er nach wie vor den ganzen Tag und ich werde wahnsinnig. 

Das letzte Mal Sex ist zwei Wochen her und neben all den selbstzweifeln, der Frustration und den Sorgen unserer Zukunft betreffend, kommen mir meine eigenen Bedürfnisse auch noch dazwischen. 

SB ist nett aber reicht mir nicht, außerdem ziehe ich leider sehr viel von meinem Selbstbewusstsein aus meinem sexleben. Zu wissen dass man begehrt wird ist ein Hochgefühl und das hat er mir genommen mit seiner Wahrheit.

Auf der anderen Seite bin ich ihm unglaublich dankbar dass er mir die Wahrheit gesagt hat, da dadurch der Zorn und die Wut gegen ihn verschwunden sind und aufhören kann Rätsel zu raten und auch nicht mehr belogen werde. Ich möchte ihm helfen mit seinem Problem da ich als depressive und phobikerin genau weiß wie es ist psychisch krank zu sein und die Schuld nicht immer bei einem selbst liegt.

Wie kann ich ihm helfen und wie schafft ihr Mädels es in dieser Zeit auf Nähe und Zuneigung zu verzichten? Hilft es überhaupt ihn zum Sex zu animieren, wie zB zum Abwasch damit er sich mehr daran gewöhnt und Spaß entwickelt? Sex als Pflicht (im einvernehmlichen Rahmen natürlich)  bis es natürlich wird? Er kommt derzeit nichtmal auf die Idee Sex mit mir zu haben. Er vergisst es.

Sorry für den langen Text! Ich würde mich über Ratschläge und einen Austausch wirklich sehr freuen da ich sonst keinen anderen Ort habe um darüber zu sprechen.

Liebe Grüße!

625   2 Jahre her
Warum masturbiert mein Freund lieber als Sex mit mir zu haben? 2/3

Seitdem wurde es immer schlimmer leider. Meistens war er längere Zeit zu Besuch da er arbeitslos ist doch Sex ging meistens nur von mir aus und oft hatte er mich dann auch abgewiesen, bis ich herausgefunden hatte dass er nachts wenn ich schlafe auf dem Klo Pornos schaut. Dass er welche konsumiert war nie ein Geheimnis und es hatte mich auch nicht gestört da er vor unserer Beziehung gar nicht genug von mir bekommen konnte - doch ab diesem Zeitpunkt konnte ich eins und eins zusammen zählen. 

Wir fingen viel an zu streiten, mein Selbstbewusstsein ist in den Keller gesunken, er hatte gelogen, immer ausreden gebracht und Sex wurde auch immer weniger und es hätte überhaupt keinen gegeben wenn nicht von mir ausgehend. 

Wir hatten Dezember dann ein Gespräch indem ich ihm gesagt habe, dass ich seinen Konsum welcher eher durchschnittlich war (2-3 die Woche) nicht gut finde und er meinte er hört auf damit. Durch seine Arbeitslosgkeit und meine (durch den Umzug in das andere Bundesland schaue ich mich noch um nach einem Job, teils aber auch die Verunsicherung ob die Beziehung überhaupt hält) kann ich das auch ganz gut kontrollieren. Allerdings hatten wir weiterhin dieses Hobby mit den erotischen Rollenspielen, welches im nachgang zu gemeinsamer masturbation geführt hatte. Sex wollte er nie danach was mir komisch vorkam. ED Probleme hatte er dort nie, immerhin haben wir über ein fiktives, perfektes Pärchen sinniert die nicht durch Realismus beschränkt waren. 

556   2 Jahre her
Micro-Cheating - wo fängt Fremdgehen an?

Hey ihr Lieben,

heute mal ein Thema, das uns alle irgendwann mal beschäftigt – ob wir es zugeben wollen oder nicht: Wo fängt Fremdgehen eigentlich an? Ist es erst Betrug, wenn die Hüllen fallen und körperlicher Kontakt da ist? Oder schlittert man schon viel früher auf die schiefe Bahn? Ich rede vom sogenannten Micro-Cheating – den kleinen, scheinbar harmlosen Grenzüberschreitungen, die oft unbeachtet bleiben, aber trotzdem ordentlich Zündstoff bergen.

Stell dir vor: Dein Partner liket ständig alte Fotos einer Ex auf Social Media, die plötzlich wieder in seinem Feed auftaucht. Oder er textet heimlich mit jemandem vom Sport, den er „nur als Freund“ bezeichnet, aber die Gespräche werden immer persönlicher, immer intimer. Oder er schwärmt von jemandem auf der Arbeit, und du merkst, da ist mehr als nur kollegiale Bewunderung in seinen Augen. Das sind alles so kleine Puzzleteile, die für sich genommen vielleicht harmlos wirken. Aber wenn man sie zusammensetzt, entsteht da plötzlich ein Bild, das sich nicht gut anfühlt, oder?

Für mich ist die Grenze oft dann überschritten, wenn Heimlichkeit ins Spiel kommt. Warum musst du die Nachrichten verstecken? Warum muss das Lächeln für diese Person breiter sein als für mich? Wenn du dich dabei ertappst, wie du Dinge tust oder sagst, die du deinem Partner nicht erzählen würdest, weil du Angst vor seiner Reaktion hättest – genau da wird’s kritisch. Dann ist es kein „einfach nur freundlich“ mehr, sondern ein vorsichtiger Schritt über eine imaginäre Linie.

Klar, es ist keine Affäre im klassischen Sinne, kein Hotelzimmer, kein Seitensprung. Aber es ist eine emotionale Untreue, ein kleiner Vertrauensbruch. Manchmal ist es harmlos und unbewusst. Aber oft ist es auch ein Testen der eigenen Grenzen oder ein Suchen nach Bestätigung, die man vielleicht in der eigenen Beziehung vermisst. Und genau das ist das Gefährliche daran: Diese kleinen Nadelstiche können das Fundament einer Beziehung genauso untergraben wie ein ausgewachsener Betrug, nur eben langsamer und schleichender.

Jede Beziehung hat ihre eigenen Regeln und Grenzen, und die sind oft unausgesprochen. Aber wenn du spürst, dass du emotional anfängst, dich jemand anderem zuzuwenden, deine Gedanken immer wieder um eine andere Person kreisen, und du anfängst, Geheimnisse vor deinem Partner zu haben – dann ist es Zeit, ehrlich zu dir selbst zu sein. Ist es wirklich nur „Micro“? Oder ist da schon ein kleiner Riss

165   2 Monate her
Was macht eine glückliche Beziehung wirklich aus?

Also, „glückliche Beziehung“, das klingt ja immer so nach rosarotem Zuckerguss und zwei Menschen, die im Sonnenuntergang Händchen halten, während ihnen kleine Vögelchen Lieder pfeifen. Ganz ehrlich? Bei mir sieht das meistens so aus, dass ich morgens im Bett liege, versuche, die Decke zu klauen, und mein Liebster mich dann mit seinem kalten Fuß im Rücken weckt. Romantik pur!

Ich hab über die Jahre so viel über Beziehungen gelernt und ja, ich hab auch reichlich Fehler gemacht. Ich erinnere mich noch gut an meine erste ernsthafte Liebe. Ich war so verliebt und wollte unbedingt die perfekte Partnerin sein. Einmal hatte mein damaliger Freund einen super stressigen Tag und ich dachte, ich müsste ihn mit einem Fünf-Gänge-Menü überraschen. Ich stand Stunden in der Küche, hab mir fast die Finger verbrannt, dabei ein Glas Rotwein über die neue weiße Bluse gekippt und am Ende war der Braten angebrannt und das Gemüse verkocht. Ich sah aus wie ein explodiertes Kochbuch.

Er kam rein, sah das Chaos, mich mit Rotweinflecken und verkohlten Kartoffeln und meinte nur ganz trocken: „Schatz, ich hab Pizza bestellt.“ Ich war total geknickt, weil ich so hart gearbeitet hatte, um perfekt zu sein. Aber er hat mich einfach nur in den Arm genommen und gesagt, dass er nur mich braucht und keinen Sternekoch. Das war so peinlich, aber auch irgendwie erleuchtend. Es ging ihm nicht um die perfekte Show oder das makellose Dinner, sondern darum, dass ich da war und es gut gemeint hatte. Und dass wir einfach zusammen lachen oder auch mal schweigen konnten.

Was ich wirklich kapiert hab, ist, dass eine glückliche Beziehung selten perfekt ist. Sie ist eher wie eine alte Jeans: bequem, ein bisschen ausgeleiert, mit ein paar Flecken hier und da, aber man fühlt sich einfach wohl darin. Es geht nicht darum, immer einer Meinung zu sein oder nie zu streiten. Wer das behauptet, lügt wahrscheinlich oder hat eine sehr, sehr geduldige Hälfte.

Für mich sind es die kleinen Dinge: Ein spontaner

149   1 Monat her
Was eine Affäre über die eigene Beziehung verrät

Hand aufs Herz, meine Lieben. Wenn jemand eine Affäre anfängt, wird gerne mit dem Finger auf den "Bösewicht" gezeigt, der sich da verführen lässt oder jemanden verführt. Aber wisst ihr, was ich dazu sage? Bullshit! Eine Affäre ist so viel mehr als nur ein Seitensprung. Es ist ein riesiger, lauter, manchmal brutaler Spiegel, der euch gnadenlos vor Augen hält, was in eurer eigentlich so "stabilen" Beziehung schon lange im Arsch ist.

Hört mir genau zu: Niemand sucht sich aus dem Nichts eine Affäre, wenn in der eigenen Partnerschaft wirklich alles stimmt. Ja, es gibt Arschlöcher, die einfach nur ihren Egoismus ausleben, klar. Aber selbst da steckt oft mehr dahinter, als man auf den ersten Blick sieht. Die meisten von uns sind keine geborenen Betrüger. Wenn wir uns außerhalb der Beziehung Trost, Leidenschaft oder Bestätigung suchen, dann deshalb, weil wir sie innen drin nicht mehr finden.

Was verrät eine Affäre also über eure Hauptbeziehung? Sie schreit euch ins Gesicht, wo die Funkstille herrscht. Vielleicht habt ihr schon ewig nicht mehr richtig miteinander geredet, nicht über eure Ängste, eure Wünsche, eure Träume. Oder der Sex ist so lauwarm wie abgestandener Kaffee. Die zärtlichen Berührungen? Nur noch flüchtige Streicheleinheiten aus Gewohnheit. Ihr fühlt euch unerhört, ungesehen, vielleicht sogar ungeliebt. Und der Affärenpartner? Der sieht euch plötzlich wieder, hört zu, gibt euch das Gefühl, begehrt zu werden. Das ist doch kein Zufall!

Viele beschönigen das dann mit "Ich brauchte mal was Neues" oder "Es war nur eine körperliche Sache". Ich sag euch: Das ist eine glatte Lüge, die man sich selbst erzählt. Wenn ihr "was Neues" brauchtet, dann deshalb, weil das Alte euch nicht mehr erfüllt hat. Wenn es "nur körperlich" war, fragt euch, warum diese körperliche Nähe nicht mehr mit dem Partner da war. Oder warum ihr euch nicht getraut habt, eure sexuellen Fantasien mit dem Partner auszuleben.

Eine Affäre ist ein Symptom, kein Grund. Sie ist das Fieber, das anzeigt, dass im Körper der Beziehung etwas nicht stimmt. Und ja, das tut weh. Es ist schmerzhaft, betrogen zu werden. Aber es ist fast genauso schmerzhaft, zu erkennen, dass die Beziehung, in die man so viel investiert hat, heimlich vor sich hin siecht. Wer nach einer Affäre die Augen verschließt und nur den Betrug anprangert, verpasst die größte Chance, die Beziehung vielleicht doch noch zu retten oder zumindest zu verstehen, warum sie gescheitert ist.

Anstatt also nur zu verurteilen oder sich selbst zu bemitleiden, solltet ihr eine Affäre als Weckruf sehen. Was hat euch gefehlt? Was habt ihr nicht bekommen? Aber auch: Was habt ihr nicht gegeben? Was habt ihr nicht angesprochen? Eine Affäre deckt schonungslos auf, was unter den Teppich gekehrt wurde. Und mal ehrlich, ist es nicht besser, die Wahrheit zu kennen, egal wie hässlich sie ist, als in einer Fassade zu leben?

Was habt ihr persönlich schon mal durch eine Affäre über eure Beziehung gelernt, sei es als "Betrüger" oder als Betrogene(r)?

133   1 Monat her
Was tun, wenn die Beziehung zur Routine wird?

Na, ihr Lieben, mal ehrlich: Wer von euch hat nicht schon mal das Gefühl gehabt, die eigene Beziehung ist kein wilder Ritt mehr, sondern eher eine Dauerkarte für die Langeweile-Bahn? Dieses gemütliche, aber doch leicht angestaubte Gefühl, wenn der Alltag so vor sich hin plätschert und ihr euch fragt, ob das jetzt schon alles war.

Routine. Das Wort allein klingt schon wie ein Gähnen am Montagmorgen. Klar, ein bisschen Routine ist gut. Man weiß, wo der Kaffee steht, wer den Müll rausbringt und dass die Socken immer verschwinden. Aber wenn die Routine auch im Schlafzimmer einzieht und das Kribbeln nur noch von einer unglücklich gewählten Unterhose kommt, dann haben wir ein Problem, oder?

Viele sitzen da und warten. Warten darauf, dass der Partner das Feuer neu entfacht. Warten auf den Funken, der irgendwann mal wieder überspringt. Aber mal ganz direkt: Auf was wartet ihr eigentlich? Auf den Weihnachtsmann? Das ist euer Leben, eure Beziehung, euer Sexleben! Niemand wird euch das auf dem Silbertablett servieren, wenn ihr nicht selbst den Arsch hochkriegt.

Es geht nicht darum, gleich alles auf den Kopf zu stellen oder den Partner durch einen neuen zu ersetzen. Manchmal reichen schon kleine, aber feine Störungen im System. Wer sagt, dass der Dienstagabend nicht zum spontanen Strip-Pokerabend mutieren kann? Oder dass man nicht mal wieder heimlich im Büro des Partners vorbeischauen kann, nur um eine kleine Überraschung zu hinterlassen (und ich meine damit nicht unbedingt einen Liebesbrief)?

Traut euch, mal wieder das Unerwartete zu tun. Denkt an die Anfänge eurer Beziehung. Was hat euch damals angezogen? Was hat euch zum Lachen gebracht, zum Erröten, zum Verlangen? Oft sind es die kleinen Dinge, die den größten Unterschied machen. Eine zärtliche Berührung, ein gewagter Text am Nachmittag, ein spontanes Wochenendtrip. Oder einfach mal wieder eine Nacht, in der das Handy ausbleibt und ihr euch wirklich aufeinander konzentriert, so richtig. Und ja, ich meine damit auch die körperliche Nähe, die gern mal unter den Teppich gekehrt wird, wenn der Abwasch wichtiger erscheint.

Aber jetzt mal Butter bei die Fische: Was war eure krasseste Aktion, um die Routine zu killen und das Feuer wieder anz

132   2 Monate her
Das schlechte Gewissen bei einer Affäre - wie geht man damit um?

Manchmal, wenn die Nacht hereinbricht und die Welt still wird, dann kommen sie, diese Gefühle, die man tagsüber so tapfer versucht zu verdrängen. Der Nachklang der verbotenen Berührungen, das warme Kribbeln auf der Haut, das sich wie eine zweite Haut anfühlt. Es ist dieser süße, heimliche Rausch, der alles so unglaublich lebendig macht. Man fühlt sich gesehen, begehrt, auf eine Art, die man vielleicht schon lange vermisst hat. Doch dann, fast unmerklich, schleicht sich etwas anderes ein. Ein Schatten, ein leises Flüstern, das immer lauter wird.

Es ist das schlechte Gewissen. Es legt sich wie ein kalter Schleier über die Erinnerung an die Leidenschaft. Ein Stich in der Magengegend, ein leichter Schwindel, wenn man an das denkt, was man getan hat oder tun wird. Es ist dieses Gefühl, als würde man in zwei Hälften gerissen. Die eine Hälfte, die sich nach dieser intensiven Verbindung sehnt, die sich lebendig fühlt in den Armen des anderen. Die andere Hälfte, die sich schuldig fühlt, die an die Versprechen denkt, an die Erwartungen, die man vielleicht nicht erfüllt. Manchmal ist es ein Druck auf der Brust, als würde ein schwerer Stein dort liegen, der einem den Atem raubt.

Man versucht, es wegzuschieben. Man redet sich ein, dass es nur für den Moment ist, dass es niemandem schadet, dass man es verdient hat. Und für eine Weile funktioniert das auch. Die Erinnerung an die zärtlichen Küsse, an die Blicke, die alles verstanden haben, überstrahlt die dunklen Gedanken. Doch dann, mitten in einem ganz normalen Gespräch oder beim Anblick eines vertrauten Gegenstands, überkommt es einen wieder. Die Frage: Ist das richtig? Kann ich so weitermachen?

Es ist ein einsamer Kampf, dieser innere Dialog. Man kann es niemandem erzählen, diese Last muss man ganz allein tragen. Manchmal wünscht man sich, man könnte einfach aufhören, diesem Sog widerstehen. Aber die Anziehung ist so stark, so berauschend, dass man immer wieder nachgibt. Manchmal glaube ich, dieses schlechte Gewissen ist der Preis, den wir für diese intensiven, verbotenen Momente zahlen. Es ist der Schatten der Leidenschaft, der uns daran erinnert, dass wir auch in den dunkelsten Ecken unseres Herzens wissen, was auf dem Spiel steht.

Wie geht ihr damit um, wenn dieses Gefühl euch packt? Könnt ihr es einfach wegschieben, oder nagt es unaufhörlich an euch?

120   1 Monat her
Der Unterschied zwischen einer Affäre und einem One-Night-Stand

Ich hab das Gefühl, hier herrscht manchmal ein ziemliches Durcheinander in den Köpfen, wenn es um Sex außerhalb der Reihe geht. Besonders, wenn es um den Unterschied zwischen einer Affäre und einem One-Night-Stand geht. Und mal ehrlich, wer die beiden Dinge verwechselt, der hat entweder null Ahnung vom Leben oder will sich einfach selbst was vormachen. Ich mach mal klar Schiff, denn das ist wirklich nicht schwer.

Fangen wir mit dem One-Night-Stand an. Der Name sagt es doch schon, meine Lieben. Eine Nacht. Punkt. Aus. Ende. Das ist der schnelle Ritt, das spontane Feuerwerk, die Begierde, die dich überkommt und die in diesem einen Moment gestillt werden will. Da gibt es keine komplizierten Gefühle, keine geheimen Treffen, keine heimlichen Nachrichten im Morgengrauen. Es ist ein purer, körperlicher Akt. Man trifft sich, findet sich heiß, landet im Bett, hat seinen Spaß und am nächsten Morgen? Da sagt man "tschüss", winkt sich vielleicht noch zu und das war's. Manchmal erinnert man sich noch an den Namen, manchmal nicht. Es ist eine Begegnung, die nicht auf Wiederholung ausgelegt ist und auch keine emotionale Nachhut hat. Es geht um den Adrenalinkick, um das Hier und Jetzt, um die Befriedigung eines Triebs. Keine Verpflichtungen, keine Erwartungen, keine Konsequenzen, die über einen eventuellen Kater hinausgehen. Das ist das Schöne daran, die reine, unkomplizierte Lust.

Und dann haben wir die Affäre. Und glaubt mir, das ist ein ganz anderes Kaliber. Wer eine Affäre hat und sie mit einem One-Night-Stand gleichsetzt, der lügt sich in die eigene Tasche. Eine Affäre hat Tiefe, sie hat eine Geschichte. Und ja, sie hat definitiv auch Gefühle im Spiel. Vielleicht keine große Liebe, aber da ist eine Anziehung, eine Spannung, eine Sehnsucht, die eben *nicht* nach einer Nacht verpufft. Eine Affäre ist nicht spontan und einmalig. Man trifft sich wieder, man plant Treffen, man tauscht Nachrichten aus, man freut sich aufeinander. Es gibt eine geheime Welt, die man miteinander teilt, die nur euch beiden gehört. Da ist dieses Bauchkribbeln, dieses Adrenalin, weil es verboten ist, weil es geheim ist. Und das ist genau das, was es so reizvoll und gleichzeitig so gefährlich macht. Es geht nicht nur um den Sex, auch wenn der oft fantastisch ist, sondern um die ganze Dynamik drumherum. Um die Bestätigung, um die Flucht aus dem Alltag, um die emotionalen Krümel, die man sich heimlich zusteckt. Eine Affäre kann Monate, manchmal sogar Jahre dauern. Sie kann Beziehungen zerstören, Herzen brechen, aber auch unglaublich aufregend und bereichernd sein. Es ist eine Beziehung im Verborgenen, mit all ihren Höhen und Tiefen, nur eben ohne das offizielle Label.

Wer das also verwechselt, hat entweder noch nie eine echte Affäre gehabt oder will die Verantwortung für die eigenen Gefühle oder die des anderen nicht tragen. Für mich ist die Sache klar wie Kloßbrühe: One-Night-Stand ist Sex. Affäre ist eine verbot

115   2 tage her