Manchmal sitze ich abends hier und denke über all die verschiedenen Beziehungen nach, die ich kenne. Und immer wieder komme ich auf diese eine Frage zurück: Wie wichtig ist Sex eigentlich? Ich meine, wirklich. Ich weiß, das ist ein heikles Thema und jede Frau und jeder Mann hat da sicher seine eigene Meinung zu. Aber ich kann nur von mir und meinen Erfahrungen sprechen.
In meiner letzten wirklich ernsten Beziehung war Sex super wichtig. Wir haben uns geliebt, hatten eine tolle Verbindung und das körperliche war einfach ein riesiger Teil davon. Es war nicht nur körperliche Lust, es war auch Nähe, Bestätigung, ein Zeichen dafür, dass wir uns immer noch begehren. Wenn wir mal tagelang keinen Sex hatten, war das schon ein kleines Alarmsignal für mich. Ich habe mir dann gedacht: Hmmm, stimmt was nicht? Bin ich ihm nicht mehr attraktiv genug? Oder er mir? Diese Gedanken haben mich oft beschäftigt.
Dann gab es Phasen, da war der Sex vielleicht nicht mehr ganz so oft, aber dafür intensiver. Oder es gab Zeiten, da war er eher Routine. Das hat mich auch nachdenklich gemacht. Denn Sex ist für mich mehr als nur ein körperlicher Akt. Es ist ein Austausch, eine Sprache, die wir nur zu zweit sprechen. Wenn diese Sprache verstummt, fühlt es sich für mich an, als ob ein wichtiger Teil der Kommunikation fehlt.
Ich habe auch beobachtet, dass es Beziehungen gibt, da spielt Sex eine eher untergeordnete Rolle. Die Partner lieben sich vielleicht auf eine ganz andere Art und Weise, sind emotional eng verbunden, haben gemeinsame Interessen. Und das ist auch total okay. Ich glaube, es gibt nicht DIE eine richtige Formel für eine glückliche Beziehung. Was für den einen super wichtig ist, ist für den anderen vielleicht gar nicht so entscheidend.
Aber bei mir persönlich ist Sex schon ein wichtiger Pfeiler. Er ist wie das Salz in der Suppe, oder vielleicht eher wie das Knistern im Kamin. Es muss nicht jeden Tag da sein, aber wenn es fehlt, fehlt etwas Entscheidendes, um die Beziehung warm und lebendig zu halten. Manchmal denke ich, es geht gar nicht um die Häufigkeit, sondern um die Qualität und das Gefühl dahinter. Wenn der Sex gut ist, dann fühle ich mich gesehen, begehrt und geliebt. Wenn er schlecht ist, oder wenn er ganz wegfällt, dann nagt das an meinem Selbstwertgefühl und an der Sicherheit in der Beziehung.
Manchmal frage ich mich, ob das nur meine persönliche Empfindlichkeit ist, oder ob das viele Frauen so empfinden. Ist Sex wirklich so ein wichtiger Indikator für das Wohlbefinden einer Beziehung?
Was meint ihr dazu?
Puh, das ist mal wieder eine Frage, die uns alle beschäftigt, oder? Zusammenziehen. Klingt nach dem nächsten großen Schritt, nach "Wir sind offiziell!". Aber wann genau ist denn dieser magische Moment gekommen? Ich sag mal so: Es gibt keine magische Formel, keine Checkliste, die dir sagt: "Jetzt oder nie!" Aber ein paar Dinge kannst du definitiv abchecken, bevor du deinen Kleiderschrank in seine Wohnung schleppst.
Erstens: Reden, reden, reden. Klingt banal, ist aber das A und O. Habt ihr wirklich über eure Zukunft gesprochen? Über Erwartungen, Wünsche, aber auch über Ängste? Nicht nur so nebenbei beim Fernsehen, sondern mal ganz bewusst. Was bedeutet Zusammenziehen für euch beide? Ist es ein Zeichen von Verbindlichkeit oder eher ein Praktikabilitäts-Deal?
Zweitens: Wie gut kennt ihr euch eigentlich im Alltag? Schon mal ein Wochenende nonstop miteinander verbracht? Streitigkeiten auf faire Weise gelöst? Oder wart ihr bisher nur auf euren Rosamunde-Pilcher-Date-Nights unterwegs, wo alles perfekt ist? Der Alltag ist nämlich, naja, Alltag. Mit Abwasch, dreckigen Socken und der Frage, wer den Müll rausbringt. Wenn ihr auch diese kleinen Tücken des Zusammenlebens schon ein bisschen geübt habt und wisst, dass ihr auch mal nebeneinander auf dem Sofa sitzen könnt, ohne dass es awkward wird, dann ist das schon mal ein gutes Zeichen.
Drittens: Finanzen. Oh ja, das liebe Geld. Habt ihr darüber gesprochen, wie ihr Miete, Strom, Einkäufe und vielleicht auch mal den gemeinsamen Urlaub stemmt? Offenheit ist hier Gold wert. Nichts ist ätzender, als wenn einer ständig das Gefühl hat, mehr zu zahlen oder der andere zu viel ausgibt.
Und dann ist da noch dieses Bauchgefühl. Manchmal spürt man es einfach. Man ist bereit für diesen Schritt, freut sich drauf, fühlt sich sicher. Aber genauso wichtig ist es, ehrlich zu sich selbst zu sein. Zwing dich nicht in etwas rein, nur weil es "sich so gehört" oder alle deine Freundinnen schon längst zusammenwohnen. Es ist DEINE Beziehung, DEIN Timing.
Also, bevor du den Umzugskarton packst: Sprecht offen, kennt euch im Alltag, klärt die Finanzen und hört auf euer Herz. Denn zusammenziehen soll ja vor allem eins: eine Bereicherung sein, kein Grund zum Kopfzerbrechen.
Was sind eure Erfahrungen mit dem Thema Zusammenziehen? Gab es einen Moment, wo ihr wusstet: Jetzt ist es soweit?
´Er hatte letzte Woche ein Bewerbungsgespräch und um das zu feiern wollte ich ihn was gutes tun und hatte ihm davon erzählt am nächsten Abend mich um ihn zu kümmern, romantischer Abend mit allem drum und dran, damit wir nach den ganzen heftigen Streits und beinahe beziehungsabbruch auch mal wieder schöne Zeit zu zweit verbringen können. An diesem Tag war ich bei einem Termin und komme nach Hause - keine Lust von ihm aus. Er streitet ab sich einen Porno angesehen zu haben und ich konnte ihm einfach nicht glauben.
Ich bin komplett ausgerastet und habe mich verletzt gefühlt schon wieder abgewiesen zu werden und kam mir auch so dumm dabei vor mich riesig auf diesen Abend zu freuen - hin oder her ob er Pornos konsumiert hatte oder nicht.
Am Tag darauf hatte ich wohl die richtigen Fragen gestellt und er hatte mal aktiv reflektiert warum es nicht läuft. Auf die Frage ob ich jemals sexuell für ihn anziehend war, konnte er zwar mit ja antworten, doch die Folgefrage wann das war, wurde mit „bevor wir uns in RL kannten und nur telefonsex hatten“ beantwortet. Gleich dann sagte er auch dass er ein ernsthaftes Problem und komplett unrealistische und unfaire Vorstellungen von Frauen hätte.
Ich war einerseits so tief verletzt und stellte all unsere sexuellen Erlebnisse automatisch in Frage. Ich habe mich geschämt ihm so offen meine Lust zu schenken und dann im Nachhinein von ihm zu erfahren dass er oft nur mitgemacht hätte um mich nicht zu verletzen. Er hat nur wenig Spaß an unserem Sex weil sich sein kopfkino und seine Fantasien so viel besser anfühlen als der reale Sex. Das ist auch der Grund warum er von sich aus nicht ankommt, gepaart mit der puren Faulheit. Das hat er auch offen zugegeben.
Er sagt er wäre nicht süchtig nach Pornos was ich ihm auch glaube, aber sein sexuelles Interesse besteht momentan nur daran und an diesen Rollenspielen. Gerade bei den Pornos gab er den Grund an, dass es einfach so schnell und unkompliziert beim zocken nebenbei geht. Für Sex müsste er sich Zeit nehmen.
Hab ihm auch schon gesagt dass mir ein 5 Minuten quickie reicht, dass er meine Bedürfnisse dabei nicht erfüllen muss, dass ich Pornos mit ihm zusammen sehen, Spielzeuge in unser sexleven einbauen - alles würde ich mit ihm machen, aber er hat kein Interesse daran.
Derzeit sind wir verblieben die Pornos als auch die gemeinsamen Rollenspiele zu streichen und Sex nur zur haben wenn er von sich aus auf die Idee kommt. Wir wollen auch einmal die Woche darüber reden, aber sonst soll es kein Thema sein da er dann recht schnell auf Abwehr geht und die Gespräche ihm unangenehm werden.
Also zockt er nach wie vor den ganzen Tag und ich werde wahnsinnig.
Das letzte Mal Sex ist zwei Wochen her und neben all den selbstzweifeln, der Frustration und den Sorgen unserer Zukunft betreffend, kommen mir meine eigenen Bedürfnisse auch noch dazwischen.
SB ist nett aber reicht mir nicht, außerdem ziehe ich leider sehr viel von meinem Selbstbewusstsein aus meinem sexleben. Zu wissen dass man begehrt wird ist ein Hochgefühl und das hat er mir genommen mit seiner Wahrheit.
Auf der anderen Seite bin ich ihm unglaublich dankbar dass er mir die Wahrheit gesagt hat, da dadurch der Zorn und die Wut gegen ihn verschwunden sind und aufhören kann Rätsel zu raten und auch nicht mehr belogen werde. Ich möchte ihm helfen mit seinem Problem da ich als depressive und phobikerin genau weiß wie es ist psychisch krank zu sein und die Schuld nicht immer bei einem selbst liegt.
Wie kann ich ihm helfen und wie schafft ihr Mädels es in dieser Zeit auf Nähe und Zuneigung zu verzichten? Hilft es überhaupt ihn zum Sex zu animieren, wie zB zum Abwasch damit er sich mehr daran gewöhnt und Spaß entwickelt? Sex als Pflicht (im einvernehmlichen Rahmen natürlich) bis es natürlich wird? Er kommt derzeit nichtmal auf die Idee Sex mit mir zu haben. Er vergisst es.
Sorry für den langen Text! Ich würde mich über Ratschläge und einen Austausch wirklich sehr freuen da ich sonst keinen anderen Ort habe um darüber zu sprechen.
Liebe Grüße!
Seitdem wurde es immer schlimmer leider. Meistens war er längere Zeit zu Besuch da er arbeitslos ist doch Sex ging meistens nur von mir aus und oft hatte er mich dann auch abgewiesen, bis ich herausgefunden hatte dass er nachts wenn ich schlafe auf dem Klo Pornos schaut. Dass er welche konsumiert war nie ein Geheimnis und es hatte mich auch nicht gestört da er vor unserer Beziehung gar nicht genug von mir bekommen konnte - doch ab diesem Zeitpunkt konnte ich eins und eins zusammen zählen.
Wir fingen viel an zu streiten, mein Selbstbewusstsein ist in den Keller gesunken, er hatte gelogen, immer ausreden gebracht und Sex wurde auch immer weniger und es hätte überhaupt keinen gegeben wenn nicht von mir ausgehend.
Wir hatten Dezember dann ein Gespräch indem ich ihm gesagt habe, dass ich seinen Konsum welcher eher durchschnittlich war (2-3 die Woche) nicht gut finde und er meinte er hört auf damit. Durch seine Arbeitslosgkeit und meine (durch den Umzug in das andere Bundesland schaue ich mich noch um nach einem Job, teils aber auch die Verunsicherung ob die Beziehung überhaupt hält) kann ich das auch ganz gut kontrollieren. Allerdings hatten wir weiterhin dieses Hobby mit den erotischen Rollenspielen, welches im nachgang zu gemeinsamer masturbation geführt hatte. Sex wollte er nie danach was mir komisch vorkam. ED Probleme hatte er dort nie, immerhin haben wir über ein fiktives, perfektes Pärchen sinniert die nicht durch Realismus beschränkt waren.
Hallo!
Nach langem lesen und informieren wollte ich auch mal meine Erfahrungen teilen und vielleicht den ein oder anderen Ratschlag einholen.
Dass mein Freund ein Problem hat kam erst letztes Wochenende wirklich zum Vorschein und seitdem durchlebe ich viele verschiedene Gefühle.
Er ist 32 und ich 28 Jahre alt und zusammen sind wir seit knapp über einem Jahr. Zusammen leben seit ca. 6 Monaten.
Anfangs hatten wir eine Fernbeziehung geführt ehe ich zu ihm gezogen bin.
Kennengelernt hatten wir uns über erotische Rollenspiele via Internet (jeder denkt sich einen fiktiven Charakter aus und dann wird die sexuelle Interaktion miteinander beschrieben. Als man sich auch persönlich besser verstanden hatte gingen wir auch zum Telefon Sex über, allerdings haben wir nie Bilder von uns ausgetauscht. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon bis über beide Ohren in ihn verknallt und wir hatten täglich mehrere Stunden Kontakt mit diesen Aktivitäten, aber auch normalen Unterhaltungen, Gaming, etc.
Nach ein paar Monaten hat er mich dann besucht und es hat sofort gefunkt. Seitdem sind wir zusammen und anfangs hatte ich mir nur wenig Gedanken über seine doch teils bemerkbare ED gemacht, aber er hatte lange vor mir keine Freundin mehr und das hatte auch er als Grund genannt.