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Das schlechte Gewissen bei einer Affäre - wie geht man damit um?

Manchmal, wenn die Nacht hereinbricht und die Welt still wird, dann kommen sie, diese Gefühle, die man tagsüber so tapfer versucht zu verdrängen. Der Nachklang der verbotenen Berührungen, das warme Kribbeln auf der Haut, das sich wie eine zweite Haut anfühlt. Es ist dieser süße, heimliche Rausch, der alles so unglaublich lebendig macht. Man fühlt sich gesehen, begehrt, auf eine Art, die man vielleicht schon lange vermisst hat. Doch dann, fast unmerklich, schleicht sich etwas anderes ein. Ein Schatten, ein leises Flüstern, das immer lauter wird.

Es ist das schlechte Gewissen. Es legt sich wie ein kalter Schleier über die Erinnerung an die Leidenschaft. Ein Stich in der Magengegend, ein leichter Schwindel, wenn man an das denkt, was man getan hat oder tun wird. Es ist dieses Gefühl, als würde man in zwei Hälften gerissen. Die eine Hälfte, die sich nach dieser intensiven Verbindung sehnt, die sich lebendig fühlt in den Armen des anderen. Die andere Hälfte, die sich schuldig fühlt, die an die Versprechen denkt, an die Erwartungen, die man vielleicht nicht erfüllt. Manchmal ist es ein Druck auf der Brust, als würde ein schwerer Stein dort liegen, der einem den Atem raubt.

Man versucht, es wegzuschieben. Man redet sich ein, dass es nur für den Moment ist, dass es niemandem schadet, dass man es verdient hat. Und für eine Weile funktioniert das auch. Die Erinnerung an die zärtlichen Küsse, an die Blicke, die alles verstanden haben, überstrahlt die dunklen Gedanken. Doch dann, mitten in einem ganz normalen Gespräch oder beim Anblick eines vertrauten Gegenstands, überkommt es einen wieder. Die Frage: Ist das richtig? Kann ich so weitermachen?

Es ist ein einsamer Kampf, dieser innere Dialog. Man kann es niemandem erzählen, diese Last muss man ganz allein tragen. Manchmal wünscht man sich, man könnte einfach aufhören, diesem Sog widerstehen. Aber die Anziehung ist so stark, so berauschend, dass man immer wieder nachgibt. Manchmal glaube ich, dieses schlechte Gewissen ist der Preis, den wir für diese intensiven, verbotenen Momente zahlen. Es ist der Schatten der Leidenschaft, der uns daran erinnert, dass wir auch in den dunkelsten Ecken unseres Herzens wissen, was auf dem Spiel steht.

Wie geht ihr damit um, wenn dieses Gefühl euch packt? Könnt ihr es einfach wegschieben, oder nagt es unaufhörlich an euch?

99   5 tage her
Was tun, wenn die Beziehung zur Routine wird?

Na, ihr Lieben, mal ehrlich: Wer von euch hat nicht schon mal das Gefühl gehabt, die eigene Beziehung ist kein wilder Ritt mehr, sondern eher eine Dauerkarte für die Langeweile-Bahn? Dieses gemütliche, aber doch leicht angestaubte Gefühl, wenn der Alltag so vor sich hin plätschert und ihr euch fragt, ob das jetzt schon alles war.

Routine. Das Wort allein klingt schon wie ein Gähnen am Montagmorgen. Klar, ein bisschen Routine ist gut. Man weiß, wo der Kaffee steht, wer den Müll rausbringt und dass die Socken immer verschwinden. Aber wenn die Routine auch im Schlafzimmer einzieht und das Kribbeln nur noch von einer unglücklich gewählten Unterhose kommt, dann haben wir ein Problem, oder?

Viele sitzen da und warten. Warten darauf, dass der Partner das Feuer neu entfacht. Warten auf den Funken, der irgendwann mal wieder überspringt. Aber mal ganz direkt: Auf was wartet ihr eigentlich? Auf den Weihnachtsmann? Das ist euer Leben, eure Beziehung, euer Sexleben! Niemand wird euch das auf dem Silbertablett servieren, wenn ihr nicht selbst den Arsch hochkriegt.

Es geht nicht darum, gleich alles auf den Kopf zu stellen oder den Partner durch einen neuen zu ersetzen. Manchmal reichen schon kleine, aber feine Störungen im System. Wer sagt, dass der Dienstagabend nicht zum spontanen Strip-Pokerabend mutieren kann? Oder dass man nicht mal wieder heimlich im Büro des Partners vorbeischauen kann, nur um eine kleine Überraschung zu hinterlassen (und ich meine damit nicht unbedingt einen Liebesbrief)?

Traut euch, mal wieder das Unerwartete zu tun. Denkt an die Anfänge eurer Beziehung. Was hat euch damals angezogen? Was hat euch zum Lachen gebracht, zum Erröten, zum Verlangen? Oft sind es die kleinen Dinge, die den größten Unterschied machen. Eine zärtliche Berührung, ein gewagter Text am Nachmittag, ein spontanes Wochenendtrip. Oder einfach mal wieder eine Nacht, in der das Handy ausbleibt und ihr euch wirklich aufeinander konzentriert, so richtig. Und ja, ich meine damit auch die körperliche Nähe, die gern mal unter den Teppich gekehrt wird, wenn der Abwasch wichtiger erscheint.

Aber jetzt mal Butter bei die Fische: Was war eure krasseste Aktion, um die Routine zu killen und das Feuer wieder anz

110   25 tage her